Christliches Mentoring Netzwerk

Mentoring Miniblog

  • Impulse — Anstöße für hier und heute
  • Lesestoff — Buchtipps und Links
  • Fundstücke — Was andere sagen
  • cMn-News — Nachrichten für Freunde

Impuls

Wie wünsche ich mir
einen Mentor / eine Mentorin?

Diese Frage stellten wir den Teilnehmern eines Mentoring-Workshops in Berlin (Alter 18–25 Jahre, einer mit 71 Jahren).

    Er/Sie soll:
  • mich zur Selbständigkeit erziehen
  • reich an Erfahrungen im Glauben und Leben sein und sich wünschen, diese Erfahrungen weiterzugeben
  • die Liebe Gottes ausdrücken
  • mich auf einen suchenden Weg begleiten
  • sich mit mir auf gleicher Augenhöhe befinden, gleichaltrig oder höchstens 15 Jahre älter sein
  • ein Vertrauensverhältnis zu mir haben, den geschützten Raum wahren und verschwiegen sein
  • eigene Grenzen kennen
  • mich auch praktisch begleiten
  • mich wertschätzen, interessiert an mir sein, für mich beten
  • neutral und gut zuhören können, dass wir nicht aneinander vorbeireden
  • mich herausfordern, hinterfragen, kritisch nachfragen und Mut haben mich auf „Missstände“ anzusprechen, konstruktiv bis zum Kern vordringen
  • richtungsweisende Impulse geben und mir selbst die letzte Entscheidung überlassen
  • selbst in einer engen Gottesbeziehung leben, die sich auch im Alltag zeigt
  • sich trauen mir zu sagen, was Gott ihm/ihr sagt
  • ehrlich und authentisch sein
  • an meinem Problem nicht beteiligt sein
  • anders sein als ich
  • eine Atmosphäre zum Wohlfühlen schaffen und erreichbar weit wohnen, sich Zeit für mich nehmen
    Er/Sie soll nicht:
  • mich kritisieren, moralisieren und bewerten
  • immer seine/ihre eigenen Problemen vorbringen
  • stur nach einem Ritual verfahren
  • zeigen, wie sehr er/sie gestresst ist

cMn News

Redesign von c-mentoring.net

Vor gut vier Jahren sind wir gestartet — Zeit, unserem Internetauftritt ein Update zu spendieren.

    Die wichtigsten Verbesserungen:
  • Passende Mentoren zu suchen geht einfacher und schneller über den neuen Mentorenfilter (→ Mentor suchen)
  • Auf derselben Seite gibt die interaktive Mentorenkarte eine gute Übersicht.
  • Die Seiten sind leichter zu lesen (Typographie, Gliederung).
  • Suchmaschinen können unsere Seiten und deren Inhalte besser indizieren (d.h. höhere Platzierung im Suchmaschinenranking).
  • Das Formular zum Anlegen/Ändern des Mentorenprofils unterstützt beim Ausfüllen durch etliche Hinweise.
  • Hier, im Miniblog, wird es kurze Impulse und Neuigkeiten geben.
  • Am Ende jeder Seite gibt es die Möglichkeit zu Feedback / Fragen.

Über 180 Mentorinnen und Mentoren gibt es bisher im cMn. Das ermutigt uns sehr. Für die Zukunft hoffen wir, dass es immer leichter wird, als Christ einen Mentor zu finden oder ein Mentor zu werden.

01. Dez 2011

Lesestoff

Marion Fischer-Epe:
Miteinander Ziele erreichen

Ein Klassiker unter den Coaching-Büchern ist in neuer Auflage erschienen. Dieses Buch vermittelt das gesamte Handwerkszeug der Gesprächsführung praxisnah, leicht verständlich und deshalb gut umsetzbar. Für beginnende wie fortgeschrittene Mentoren gleichermaßen geeignet.
Amazon-Link (Ausgabe März 2011 — 8,99 €)

Fundstück

Kreativität und Leitung

Bei Lead222 gibt es den Lead YouthPod — einen 30-minütigen Podcast für Mitarbeiter in der Jugendarbeit. Sehr zu empfehlen!

[ Audioplayer ]
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Um Kreativität und Leitung geht es in dieser Folge, einem Interview mit Nancy Beech. Sie gehört zum Gründungsteam von Willow Creek und leitet heute den Bereich „Kreative Künste“. Im Interview erzählt sie, wie Kreativität in der Gemeindearbeit gefördert werden kann und wie man bei Mitarbeitern Leitungsgaben entdeckt. (englisch, alternativ mit Übersetzung)

cMn News

Starker Partner im cMn für Jugendleiter

Jugendleiter aus Gemeinden und Verbänden signalisieren uns immer wieder ihr großes Interesse an Mentoring. Für die ihnen anvertrauten Jugendlichen sind sie — bewusst oder unbewusst — immer auch wichtige Bezugspersonen und Vorbilder.

Wo und wie findet aber ein Jugendleiter selbst Mentoring? Im cMn bieten wir eine Begleitung über 2–4 Treffen im Jahr. Wir wissen aber, dass das für viele zu wenig ist. Deshalb freuen wir uns über einen starken Partner, der sein Angebot in Deutschland am 07. Mai 2011 startet:

Lead222 — ein internationales Coaching- und Mentoring-Angebot für Jugendleiter

    Im Rahmen einer Mitgliedschaft bietet Lead222 hervorragendes Coaching:
  • für die Arbeit in der Gemeinde
  • für die Weiterentwicklung von Persönlichkeit und Leitungsbegabung
  • für eine strategische Entwicklung der Jugendarbeit

„Unsere Vision ist, durch eine Mentoring-Kultur die Jugendarbeit zu verändern“ — Heinz Janzen, Leiter Lead222 Deutschland

11. April 2011

Impuls

Bei wem liegt eigentlich die Initiative für den Beginn einer Mentoring-Beziehung?

von Anke Wiedekind

Als ich diese Frage meinem Mentoring-Team stellte, war die Antwort klar: beim Mentee. Die Begründungen folgten sogleich: „Der Mentee soll selbst entscheiden, ob er Mentoring in Anspruch nehmen möchte oder nicht. Die Auswahl des Mentors ist ein erster Schritt in einem selbstgesteuerten Reifeprozess, der in die Mündigkeit führen soll.“ Andere sagten: „Wir wollen uns nicht aufdrängen. Wie komisch fühlt sich das denn an, auf einen Menschen zuzugehen und ihm Mentoring anzubieten?“ Und: „Die Grundlage von Mentoring ist Freiwilligkeit.“ Dieser Auffassung folgend, bieten viele Gemeinden und Werke Mentoring an, nicht zuletzt auch das cMn. Sie haben einen Pool von Mentoren mit einem bestimmten Profil, zwischen denen die Mentees wählen können.

Jesus verhält sich ganz anders. Nicht er lässt sich erwählen, sondern er erwählt: seine Jünger. Handverlesen sucht er sich die Männer und Frauen zusammen, mit denen er drei Jahre lang leben und wirken möchte, um sie in dieser Zeit zu seinen Nachfolgern auszubilden. In der Bibel gibt es noch mehr solcher Beispiele: Barnabas erwählt Paulus. Paulus erwählt Timotheus. Moses sucht sich Josua aus. Ziel dieses Mentorings ist die Ausbildung des Führungsnachwuchses. Und da nimmt man bekanntlich nicht jeden, sondern nur die high potencials, in denen man schlummerndes Führungs-Potenzial sieht, das man entwickeln möchte.

Bist du ein Go-Typ oder ein Wait-Typ?

Prinzipiell kristallieren sich also zwei Vorgehensweisen heraus, eine Mentoring-Beziehung zu begründen: Mentoren gehen auf ihre potenziellen Mentees zu (Go-Typ) oder warten ab, bis potenzielle Mentees zu ihnen kommen (Wait-Typ). Was bist du? Ein Go- oder Wait-Typ? Solltest du — wie die Mitglieder meines Mentoring-Teams — ein Wait-Typ sein, ermutige ich dich, mal den anderen Weg auszuprobieren. Gott hat ein ureigenstes Interesse am Aufbau seines Reiches. Darum führt er Mentor und Mentee zusammen. Mentoren spüren das, indem Menschen ihnen wichtig werden und ihnen die geistliche (und fachliche) Weiterentwicklung eines Menschen zu einem Herzensanliegen wird.

Bete für diese Menschen, die dir ans Herz wachsen, und sprich sie bei einer passenden Gelegenheit an. Biete ihnen, auch wenn es sich komisch anfühlt, eine Mentoring-Beziehung an. Möglicherweise werden einige irritiert sein oder nichts mit dem Angebot anfangen können, aber die allermeisten werden sich riesig freuen über die Möglichkeit, ganz individuell gefördert zu werden. Und mit großer Wahrscheinlichkeit hatte Gott dabei seine Finger im Spiel.

Lesestoff

Tobias Faix und Anke Wiedekind:
Mentoring. Das Praxisbuch.

Hier zeigen zwei aus dem Leitungskreis des cMn, dass sie Theorie und Praxis zusammenbringen können. Für alle, die Mentoring suchen, leben und verstehen wollen.
Amazon-Link (Ausgabe Okt 2010 — 17,90 €)
 
Leseprobe:
Praxisbeispiel: Vorbereitung, Durchführung und Reflexion einer Mentoringsitzung (PDF, 3 S.)
Praxisbeispiel: Ende einer Mentoringbeziehung (PDF, 1 S.)

Fundstück

Willst du ein guter Leiter sein,
so schau auch in dich selbst hinein!

— Wilhem Busch

Lesestoff

Christoph Rauen: Coaching-Report

Viele interessante Erkenntnisse, wissenschaftliche Studien und Praxistipps. Für alle, die in puncto Mentoring/Coaching ‚up to date‘ sein möchten.
www.coaching-report.de

Fundstück

Leadership Lessons

„Wenn du viel über Führung gehört hast und darüber, wie eine Bewegung entsteht — dann lass uns mal eine Bewegung beobachten, vom Anfang bis zum Ende, in weniger als 3 Minuten, und dabei ein paar Erkenntnisse gewinnen …“

Text-Mitschrift des Videos (engl.), von Derek Sivers

Gute Gedanken dazu (deutsch) gibt es vom Journalisten Rolf Krüger in seinem Artikel Follow me …: Leiterschaft ist überbewertet!

Impuls

Mentoring ist Nachahmung

von Tobias Faix

In einer Mentoringbeziehung mit einem jungen Mann ist mir das sehr deutlich geworden. Er war gerade zum Glauben gekommen, wir trafen uns einmal in der Woche, lasen das Johannesevangelium, redeten, beteten, setzen gemeinsam um, was wir herausgefunden hatten. Nach ein paar Wochen fragte er mich etwas unsicher, warum wir vor dem Beten die Brille abnehmen und uns mit der Hand übers Gesicht fahren. Er mache dies gern, das sei keine Frage, aber er wolle mal nach dem Hintergrund dieser Tradition fragen … Ich brauchte ein paar Minuten um zu begreifen, was er meinte. Er hatte sich mein unbewusstes ‚Gebetsritual‘ abgeschaut.

Nachahmung ist ein kraftvolles Prinzip. Reflektiert und in einem guten Rahmen kann Nachahmung Glauben fördern. Im Schutzraum Mentoring kann sich der eigene Glauben langsam entwickeln. Fragen stellen, Zweifel zugeben und miteinander Wegstrecken zurücklegen, das alles gehört dazu.

Lesestoff

Global Mentoring Project

Für alle, die vom Materialangebot unseres internationalen Partners Global Mentoring Project profitieren wollen.
www.mentorlink.org/institute

cMn News

cMn wird Partner des Global Mentoring Project

Das cMn erhält internationale Aufmerksamkeit. Wir sind nun offizieller Partner des Global Mentoring Project. Dessen Leiter Dr. Stacy Rinehart reist seit 10 Jahren in Sachen Mentoring rund um die Welt und sagt: Er kennt kein Land, in dem es eine so breit aufgestellte überkonfessionelle Koalition für Mentoring gebe wie das cMn.

09. Juli 2010

cMn News

cMn Video-Clip

Hätte Rotkäppchen schon das cMn gekannt, wäre alles ganz anders gelaufen. Ein modernes Mentoring-Märchen …

16. Mai 2010